Schwarze Liste 3

   

In dieser Rubrik werden Industrieprodukte, die nichts als Ärger machen
und speziell alle mir bekannten Programme, Windowsfunktionen oder
Hardwarekomponenten aufgelistet, die unter XP, Vista und Win7 nicht auf Anhieb,
nicht fehlerfrei oder unter älteren Betriebssystemen wie Win 95 und Win 98/SE/ME
überhaupt nicht mehr laufen, sowie mit nur schlechtem
oder bereits eingestelltem Support verbunden sind.


Das führt im harmlosesten Fall zum Abbruch der Installation, kryptischen Fehlermeldungen oder schlicht zur Verweigerung des Programmstartes bzw. der Komponentenfunktion. Leider ist es aber auch nicht auszuschließen, dass bei der Installation einer neuen neuen Soft- oder Hardware oder auch von Updates wichtige Systemdateien, andere Anwendungen oder die Registry von Windows derart beschädigt werden, dass aufwendige Reparaturen bis hin zur Neuinstallation von einzelnen Anwendungen oder sogar des ganzen Betriebssystems nötig werden.

Normalerweise sind alle Hersteller gesetzlich sogar zu mehrjährigen Support- und Garantieleistungen bezüglich ihrer Produkte verpflichtet. Das betrifft Ersatzteile bei Geräten und Maschinen ebenso wie Serviceleistungen per E-Mail oder über telefonische Hotlines. Kein anderer seriöser Industriezweig nimmt sich die beispiellose Frechheit heraus, fehlerhafte oder unausgereifte Produkte durch immer neue, teurere Versionen zu ersetzen , Supportfristen immer kürzer und Hotlines immer teurer zu gestalten, anstatt die bereits im Handel befindlichen Produkte erst einmal bis zur Zufriedenheit der Anwender zu optimieren. Niemand kann es sich auf Dauer leisten, spätestens alle 2 Jahre Betriebssystem, Anwendungen und möglicherweise sogar den Rechner zu wechseln, nur damit er in den Genuss der allerneuesten Kreationen und Spielereien der Softwareindustrie kommen kann.

Aber genau das scheint das Ziel von Microsoft und leider auch der meisten anderen Firmen zu sein!

 

UPDATE:

Siehe auch:

Kampf der Browser (Stand 18.03.2010)

Die Abwracker (Stand 01.08.2010)

Melde Murks, damit andere davon erfahren! (Stand 10.05.2012)


Beispiel 7: Nutzlose Kopiersoftware
Eine besondere Variante stellen die zurzeit im Handel befindlichen
CD und DVD Kopierprogramme dar, die seit der letzten
Urheberrechtsnovelle vom August 2003
von ihren Herstellern mittlerweile aus juristischen Gründen derart begrenzt und verstümmelt wurden,
dass sie bei 90 % der anfallenden Aufgaben
schlichtweg den Dienst verweigern.

(Stand: 24.September 2004)

Die alten Versionen vom letzten Jahr beschränkten sich in der Regel lediglich
auf Warnmeldungen oder Hinweise zum bestehenden Kopierschutz einer Vorlage.
Der Nutzer konnte also immer noch frei und selbst entscheiden,
ob er den Kopiervorgang (etwa für Erstellung einer Sicherheitskopie für eigene Zwecke)
dennoch durchführen wollte oder nicht. Dies hat sich nun radikal geändert.
Die neuen Versionen spielen sich nämlich quasi als

"verlängerter Arm der Phono- und Filmindustrie"

auf und versagen in solchen Fällen schlichtweg automatisch den Dienst.

Nichtsdestotrotz werden sie aber weiterhin fleißig beworben und zum gleichen, hohen Preis vertrieben.
Die Hersteller verschweigen dem Kunden dabei oftmals durch fehlende Hinweise auf der Verpackung,
dass die in Deutschland legal erhältliche Programme durch besagte, erhebliche Einschränkungen
weitgehend nutzlos geworden sind.

Auch wenn die Hersteller behaupten, dass es immer noch genug DVDs und CDs ohne Kopierschutz gäbe,
erfolgreiche Hollywood-Produktionen wie "Herr der Ringe" aber auch bekannte Spielfilme
sowie die aktuellen Musikhits sind mittlerweile
allesamt und ohne Ausnahme kopiergeschützt!

Und die Hersteller der Brennprogramme haben ihre Tools dahingehend abgespeckt,
dass diese nur von vorneherein nur noch Datenträger ohne Kopierschutz verarbeiten.

Wozu aber dann noch bis zu 50 Euro und mehr in ein Programm investieren,
das zwar mit allem möglichen Schnickschnack gespickt ist,
aber nichts kann und nichts darf, weil kaum noch kopierbare Originale zur Verfügung stehen?
Die Hersteller der Kopierprogramme sind in der Klemme.
Einige wehrten sich bereits mit obskuren Rechtsgutachten,
andere gründen eigene Musikfirmen und werben mit
Stickern für kopierschutzfreie Medien
oder mit
Onlineunterschriftenlisten gegen die Novelle selbst.
Und wieder andere betreten juristische Grauzonen, indem sie etwa auf in ausländischen Servern
abgelegte Patchs verweisen, die der Kunde herunterladen und somit die Sperren
der legalen Versionen nachträglich aushebeln kann.


Dies erinnert mich ein wenig an die elektronischen Telefonbücher vor 2000,
deren Rückwärtssuche (Teilnehmer nach Rufnumer)
in der BRD verboten
und von den Herstellern ab 1999 aus der Software entfernt bzw. blockiert wurde.
Auch hier wurden sogleich Patchs aus dem freizügigeren Ausland angeboten,
um das begehrte Suchmodul nachträglich einzufügen.
Dass der Nutzer sich dabei aber durchaus strafbar macht und damit auch die volle Verantwortung
zu tragen hat, kümmerte schon damals die Hersteller wenig.

Die Film und Musikindustrie dagegen hofft in der Zwischenzeit darauf,
dass das Urheberrecht mit einer weitern Gesetzesnovelle,
dem sog. zweiten Korb, noch weiter verschärft wird.
Die Phonoverbände vertreten sogar die wirre Meinung, dass das Recht des Anwenders
auf Digitalkopien grundsätzlich ersatzlos gestrichen werden muss!
Analoge Kopien seien für Privatanwender völlig ausreichend, und beim Wunsch nach besserer Qualität
könne man ja auch eine fertige Digitalkopie legal beim Lizenzinhaber erwerben.
Dass aber die wenigsten Kunden an einer simplen 1:1 Kopie interessiert sind,
sondern sich vielmehr ihre Lieblingsstücke etwa für den CD-Player im Auto,
selbst zusammenstellen wollen, scheint niemanden zu interessieren.
Diese kundenfeindliche Einstellung wird sich aber vermutlich und hoffentlich
schon bald in rückläufigen Umsätzen der Unterhaltunslobby widerspiegeln.

Gegenmaßnahmen:

Vergessen Sie es!
Direktkopien sind, wenn überhaupt, nur noch illegal mit alten Softwareversionen
oder gepatchten Neuversionen möglich.
Dem legalen Nutzer bleibt also nur der Umweg über eine
analoge Zwischenkopie.
Diese kann aber mit mittlerem Aufwand durchaus in sehr guter Qualität
erstellt und
anschließend beliebig digitalisiert werden.
Verwenden Sie am besten weiterhin ihre alten, noch
legal erworbenen Programme .
Vom Neukauf der zurzeit erhältlichen Tools ist dagegen dringenst abzuraten,
da sie schlicht nutzlos sind.


Beispiel 8: Schlampige Grafiktreiber
Nicht immer bringen neue Grafiktreiber eine Verbesserung.
Manchmal ist es daher nötig, den alten Treiber wieder aufzuspielen.
Leider geht dies oft nicht ohne Probleme vonstatten.
Manche Firen programmieren offenbar ihre Treiber und deren Deinstallationsroutinen derart schlampig,
dass störende Dateileichen im System verbleiben.

Nach der Deinstallation mancher Grafiktreiber
(Hier speziell
Nvidia) kann so zum Beispiel
das Anzeigen der
Erweiterten Optionen gestört sein,
weil eine nach der Deinstallation weiterhin im System verbliebene
Nvidia-Datei die normale Windowsfunktion dauerhaft blockiert.
Stattdessen erhalten Sie in diesem Falle die nebenstehende
Fehlermeldung.

(Stand: 24.Januar 2006)

Die Weiteren Optionen sind hier nicht mehr erreichbar. Abhilfe: Löschen Sie die überflüssigen Dateien.
Mehr darüber finden Sie in
TiPPS & TRICKS 7
(Beitrag 8: Die weiteren Optionen von ANZEIGE sind verschwunden.)

Beispiel 9: Lästige XP-Produktaktivierung
Wer unter Windows XP mehr als 3 Hardware-Komponenten austauscht oder das Betriebssystem neu aufsetzt, wird von Windows aufgefordert, innerhalb von nur drei Tagen eine neue Produktaktivierung durchzuführen, ansonsten startet das Betriebssystem nicht mehr. Seit dem 28.2.2005 hat Microsoft diese Produktaktivierung verschärft. Angeblich, um die Verbreitung von Raubkopien einzudämmen: Die Aktivierung über das Internet wurde gesperrt und kann fortan nur noch telefonisch erfolgen.

Leider ist es möglich, dass wiederholte Aktivierung mit dem Argument verweigert wird,
dass der Kunde sie bereits schon zu oft genutzt hätte.

Normalerweise wird die lästige Produktaktivierung nur ein einziges Mal innerhalb von 30 Tagen nach XP-Erstinstallation benötigt, um sicher zu stellen,
dass es sich bei der installierten Software wirklich um eine Originalversion handelt.
Gestartet wird die Aktivierung durch das entsprechende Symbol in der Taskleiste oder über
Start > Alle Programme > Zubehör > Systemprogramme > Windows aktivieren.
Nach der ersten, erfolgreichen Aktivierung des Betriebssystems
speichert dieses die vorhandene Hardware-Umgebung, die zu diesem Zeitpunkt festgestellt wurde,
im Ordner
C:\Windows\System32 in einer Datei mit Namen wpa.dbl ab. Danach sollte XP eigentlich uneingeschränkt einsatzfähig sein und bleiben!

Wer unter einem ordnungsgemäß aktivierten Windows XP nachträglich nun aber mehr als 3 "kritische" Hardware-Komponenten
(
Mainboard, Festplatte, Grafikkarte, Prozessor, Speicher, Netzwerkkarte, CD- oder DVD-Laufwerk) austauscht oder das Betriebssystem aus irgendwelchen Gründen neu aufsetzt,
wird nun von Windows aufgefordert,
innerhalb von nur drei Tagen eine neue Produktaktivierung durchzuführen, da ansonsten das Betriebssystem die weitere Mitarbeit verweigert.
Nach
jeder erfolgten Neuaktivierung wird die bereits vorhandene alte wpa.dbl Datei automatisch gelöscht und durch eine neue, aktualisierte Datei ersetzt.

Seit dem 28.2.2005 hat Microsoft die relativ bequeme Online-Aktivierung gesperrt und ausschließlich durch die telefonische Prozedur ersetzt.
Leider ist es allerdings Fakt, dass auch bei ganz legaler Anfrage mehrfach wiederholte Aktivierungen mit dem Argument verweigert werden, dass der Kunde sie bereits schon zu oft genutzt hätte.
In diesem Falle bleibt nur noch der Kauf eines neuen Betriebssystems, will man nicht alle 30 Tage die Festplatte formatieren und Windows neu aufsetzen.

Hintergründe:
Die Hintergründe für diesen Aktivierungszwang sind natürlich klar:
Unter dem Vorwand Betrug und Missbrauch durch den Kunden vermeiden zu wollen, ergibt sich für Microsoft hier eine sehr bequeme Methode, die an sich uneingeschränkte Nutzung rechtmäßig erworbener Betriebssysteme auf scheinbar ganz legale Art und Weise derart einzuschränken, so dass künstlich ein erhöhter Nachkaufbedarf erzeugt wird.
Auch diese Maßnahme passt stimmig in das bereits gewohnte Abzockschema der Redmonder Softwareschmiede.

(Stand: 08. Juni 2010)

Das System muss innerhalb von 3 Tagen Neu aktiviert werden. Abhilfe:
Wenn Sie nicht alle 30 Tage Ihr System neu aufsetzen oder Ihre BIOS-Uhr zurückstellen wollen, versuchen Sie die lästige Neu-Aktivierung grundsätzlich von Anfang an zu umgehen.
Mehr darüber finden Sie in
TiPPS & TRICKS 2
(Beitrag 8: Lästige XP-Produktaktivierung nach neuer Hardware oder Neuinstallation umgehen.)

Beispiel 10: Antivir 10 /Service Pack 2 nervt mit lästiger ASK.COM Browsertoolbar
Nutzer des kostenlosen Antiviren-Programms "Antivir Personal Free" sehen sich seit dem Update vom 28. Juni 2011 mit
der
scheinbar zwangsweisen Installation einer neuen Komponente, dem bisher nur der Kaufversion vorbehaltenen WebGuard-Schutz konfrontiert, die aber leider nur mit einer zusätzlichen Installation der Browsertoolbar des Suchmaschinenbetreibers Ask.com einhergeht.
Man kann das sich öffnende POPUP-Fenster im Systray, einem sog.
"Slide-UP" mit der expliziten Nachfrage zur Erlaubnis dieser Installation zwar zunächst ignorieren, hat dazu aber lediglich die Option "Später installieren" oder Schließen des Slide-Ups mittels "X" zur Verfügung.
D.h., das Fenster nervt fortan mindestens einmal pro Tag nach jedem Neustart von ANTIVIR.

Manche Anwender berichten zusätzlich von einem Bug, wenn man der vorgeschlagenen Installation nicht zustimmt und das Fenster mit dem erwähnten Button wieder schließt: So soll sich das kleine rote Schirmchen im Systray auf manchen Systemen nicht mehr öffnen und damit fälschlich signalisieren, dass der Echtzeitschutz durch das ANTIVIR-Wächtermodul nicht mehr aktiv ist.
Ein Programmfehler, den AVIRA in einem der nächsten Updates beheben will.

Verantwortlich für das lästige Slide-UP-Fenster ist eine sog. "ApnStub.exe",
die sich zusammen mit der Installationsdatei für die Toolbar - einer
"ApnToolbarInstaller.exe" - im Programmverzeichnis von Antivir befindet.

Da ApnStub.exe als sekundäres Programmmodul der ANTIVIR-Engine nur von dieser direkt aus dem AVIRA-Verzeichnis heraus gestartet wird, taucht sie auch gar nicht erst als autonomer Autostarteintrag in Windows auf. Normales Deaktivieren dieser Funktion aus den üblichen Autostarteinträgen heraus ist also nicht möglich. Der Slide-UP-Terror endet normalerweise erst dann, wenn man der Aufforderung nachkommt und den WebGuard-Schutz mitsamt der unerwünschten ASK-Toolbar im jeweiligen Browser endlich installiert.
Dann allerdings gerät man leicht vom Regen in die Traufe!
Die ASK-Toolbar klinkt sich nämlich sowohl im Browser als auch der Registry von Windows fest ein, um fortan
alle vom Anwender geöffneten Webseiten und Suchbegriffe zu protokollieren sowie zur weiteren Vermarktung durch Datenhandel und Profilsynthese direktan den Hersteller ASK.COM zu senden.
Damit wird also ganz klar das Surfverhalten des Users ausgespäht und noch dazu online dokumentiert.

Dies irritiert meiner Ansicht nach insbesondere deshalb, weil einerseits zwar ständig von einer "AVIRA-Toolbar" die Rede ist,
man bei deren Nutzung seine Daten aber andererseits automatisch der wohl wenig vertrauenswürdigen
ASK.COM zugänglich macht.

(Stand: 04. Juli 2011)


Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die automatisch übernommenen Nutzungs- und Lizenzbedingungungen der ASK-Toolbar (EULA), welche sich nach dem SP2-Update in einer Textdatei mit Namen "toolbar_eula.txt" ebenfalls auch ohne Nutzung der Toolbar im AVIRA Programmverzeichnis befinden. Dieser stimmen Sie dann aber explizit bei der gemeinsamen Installation von WebGuard und Toolbar zu. (Siehe Screenshot)

Beachten Sie bitte folgende Auszüge der ASK-EULA:

Zit.:" Wir übernehmen keine Gewähr dafür, dass die Toolbar, die Ask-Website oder die Ask-Dienste Ihren Anforderungen entsprechen, dass der Betrieb der Toolbar, der Ask-Website oder der Dienste ohne Unterbrechung in sicherer oder fehlerloser Weise erfolgt, dass die Ergebnisse aus der Nutzung der Toolbar, der Ask-Website oder der Ask-Dienste rechtmäßig, genau, zutreffend, rechtzeitig, aktuell, nützlich oder zuverlässig sind oder dass die Qualität der Produkte, Services, Informationen oder sonstiger Materialien, die Sie über die Toolbar, die Ask-Website oder die Ask-Dienste erhalten, Ihren Anforderungen entspricht.....

...Soweit Sie durch die Nutzung der Toolbar, der Ask-Website oder der Ask-Dienste nach Ihrem eigenen Ermessen und auf Ihre eigene Gefahr Materialien erhalten, sind Sie allein verantwortlich für Schäden an Computersystemen oder für Datenverlust, die als Folge des Herunterladens oder der Verwendung solcher Materialien eintreten können."

....Wir können ferner in unserem alleinigen Ermessen ohne Vorankündigung jegliche Aspekte oder Funktionen der Toolbar, der Ask-Website oder der Ask-Dienste einstellen, außer Funktion setzen oder ändern....

....Wir behalten uns vor, die Toolbar durch weitere Merkmale oder Funktionen zu erweitern. Nach Installation auf Ihrem Computer kommuniziert die Toolbar in regelmäßigen Abständen mit unseren Servern, um automatische Updates anzufordern, wenn wir eine neue Version der Toolbar herausgeben oder neue Funktionen zur Verfügung stellen....

....Schadensersatzansprüche gegen uns - gleich aus welchem Rechtsgrund - sind ausgeschlossen, es sei denn, sie beruhen auf... (b) Arglist, Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit....

....Sie dürfen keine Robots, Spider oder andere automatische oder manuelle Instrumente oder Prozesse einsetzen oder dies versuchen, um in die ordnungsgemäße Funktion der Toolbar, der Ask-Website oder der Ask-Dienste einzugreifen, ausgenommen zur Entfernung der Toolbar....

....Ist die Ask-Website oder die Toolbar betroffen von einer Unternehmensumstrukturierung oder einer Veräußerung, Fusion oder einer sonstigen Übertragung von Vermögensgegenständen, können wir alle von Ihnen zur Verfügung gestellten oder von uns erfassten Informationen übertragen, um die Fortführung der Ask-Dienste sicherzustellen...." Zit. Ende

Diese EULA ist gelinde gesagt eine absolute Unverschämtheit und ein frontaler Schlag ins Gesicht eines jeden Datenschützers!
Folgender Kommentar aus einem der
Avira-Foren bringt es auf den Punkt:

http://forum.avira.com/wbb/index.php?page=Thread&threadID=132783

Die Behauptung des Administrators aus diesem AVIRA-Forum, dass dieses Slide-Up-Fenster sich angeblich nur 3 mal und danach nie wieder öffnen soll, kann ich aufgrund persönlicher Erfahrungen mit einem Win7- und einem XP-System so nicht bestätigen!
Bei mir öffneten sich die
Slide-UP-Fenster nämlich wesentlich öfter als nur 3 mal!
Offensichtlich gibt es bei verschiedenen Systemen auch ganz unterschiedliche Reaktionen.

Im XP-System
verschwanden ApnStub.exe, ApnToolbarInstaller.exe und toolbar_eula.txt tatsächlich irgendwann ganz von selbst. (Durch ein weiteres Avira-Update?)

Beim Win 7-System dagegen erwies sich die Sache leider als wesentlich hartnäckiger.
Es half letztendlich nur eine
manuelle Manipulation von ApnStub.exe,
und
ApnToolbarInstaller.exe im abgesicherten Modus. (Siehe Abhilfe)

(Stand: 04. Juli 2011)


Lesen Sie HIER einen Artikel der Thüringische Landeszeitung (TLZ).

Weitere Links:

zdnet.de/news

nickles.de/forum

http://forum.avira

(Stand: 06. Juli 2011)

Abhilfe:

Versuchen Sie bitte Folgendes:

Öffnen Sie zunächst im abgesicherten Modus von Windows das AVIRA Programmverzeichnis
(meist unter
C:\Programme\Avira\AntiVir Desktop\) und suchen Sie dort nach den beiden Dateien
ApnStub.exe und ApnToolbarInstaller.exe!

Verfahren Sie dann genau wie im nebenstehenden Screenshot zu sehen ist!
Öffnen Sie die Dateien nacheinander mit dem
Notepad-Editor von Windows und schreiben Sie dort manuell
die Zeichenfolge
XXX jeweils vor den ersten Buchstaben des Programmcodes.
Schließen Sie nun beide Dateien wieder und speichern Sie die Änderungen ab
.
Sollte das aufgrund mangelnder Adminrechte nicht direkt möglich sein, können Sie auch zunächst nur Kopien der Originaldateien in einem Ordner außerhalb des AVIRA-Verzeichnisses speichern und diese zunächst bequem unter laufendem Windows editieren.
Anschließend kopieren Sie
die fertig veränderten Dateien im abgesicherten Modus oder notfalls mit einem rechteunbegrenzten Linux-Hilfsystem
(z.B. mit der Option "Dateisystem" in der Botvirenscanner-CD des BfI) in das AVIRA Programmverzeichnis zurück.

Die Icons der beiden Programme haben sich nach der beschriebenen Manipulation verändert.
Die Dateigröße sollte jedoch gleich geblieben sein.
Beide Programme sind nun im ursprünglichen Sinne unbrauchbar geworden, fungieren aber weiterhin noch als Dummys,
damit Antivir nicht sofort neue Dateien nachzuladen versucht.

Schließen Sie jetzt alle Fenster und starten Sie Windows wieder normal.
Das nervige Aufpoppen der Installationsaufforderung sollte nun verschwunden sein.

Ist die ASK-Toolbar bereits installiert, entfernt man sie am besten mit speziellen Tools
wie z.B. dem
ASK-Toolbar Remover den Sie hier downloaden können..

AVIRA selbst veröffentlichte diesbezüglich schon diverse Stellungnahmen und Erklärungen.

Zum Beispiel:

http://www.avira.com/de/press-details/ie6show/true/nid/519/news/avira-servicepack2-release
Avira SearchFree-Toolbar - Was macht apnstub.exe?

Weitere sollen dann wohl im Interesse der Transparenz noch folgen.
Außerdem gibt es auch bereits eine Anleitung zum
gemeinsamen Entfernen
von Ask-Toolbar
und Webguard:
http://www.avira.com/de/support-for-free-faq-detail/faqid/863

Falls Sie sich aber nachträglich dennoch für eine erneute Installation entscheiden,
können Sie dies dann gemäß dieser Anleitung tun:

http://www.avira.com/de/support-for-free-faq-detail/faqid/862?ie6show=true

Meine Meinung:
Trau, schau wem...
Ob all diese Maßnahmen alleine ausreichen, um auch wirklich
alle bereits erfolgten ASK.COM - Einträge in Systemverzeichnissen und Registry zu entfernen, und vor allem das so unsanft angeknackste Vertrauen treuer Antivir-Nutzer zu restaurieren, ist vermutlich aber mehr als fraglich.
AVIRA
selbst hat seiner eigenen Glaubwürdigkeit, trotz aller bisherigen Dementis und nachträglichen Bemühungen um Transparenz, durch diesen doch recht ungeschickten Fauxpass im mittlerweile allgemein hochsensibilisierten Bereich von Internetsicherheit und Datenschutz wohl leider einen gewaltigen Bärendienst erwiesen.

(Stand: 06. Juli 2011)

DER TECHNODOCTOR


Beispiel 11:
Windows 7: Lästige Pannen und "strategische" Verweigerungen
Nach dem Erscheinen von Win7 mit seinen gehobenen Sicherheitsansprüchen und vielen Verbesserungen in Details bestand immerhin eine zeitlang die berechtigte Hoffnung, dass nun endlich mal ein Betriebssystem zur Verfügung stünde, mit dem alles besser und einfacher werden könnte.
In einigen Bereichen mag das ja auch durchaus zutreffen, in anderen Dingen wiederum überschlagen sich mittlerweile die Forenbeiträge über gar nicht oder nur fehlerhaft funktionierende Features und teure Supportleistungen.

(Stand: 24.Februar 2012)


1. Kostenpflichtiger OEM Support
Wer einmal Ärger mit Windows hat, der braucht nach Abzocke durch Microsoft nicht lange zu suchen.
Preiswerte OEM-Versionen beinhalten nämlich leider keinerlei kostenlosen Support.

Microsoft versucht Ihnen mal wieder, bei jeder offiziellen Supportanfrage tief in die Tasche zu greifen,
wie Sie dieser Tabelle leicht entnehmen können.

2. Fehlerhaftes Windows Backup
Sie wollen eine Windowssicherung mit Ihrem neuen Windows 7- Rechner anlegen? Falls Sie dies zum ersten Mal machen, könnte es sogar auf Anhieb funktionieren.
Aber dennoch sind Sie damit noch nicht auf der sicheren Seite. Jegliche Veränderung des Sicherungszielordners oder kleinere Modifikationen im Sicherungsumfang oder Ablauf können dazu führen, dass Windows 7 jede weitere Mitarbeit hartnäckig verweigert.
Bei Reparaturversuchen werden sie dann mit kryptischen Meldungen überhäuft oder es tut sich (in den meisten Fällen) schlicht überhaupt nichts mehr. So hatte ich beispielsweise 2011 unter Win7/Prof das merkwürdige Problem, dass ich nach erfolgreicher Erstsicherung und nachträglichem Einbau einer zweiten Festplatte zwar jederzeit erfolgreich ein Systemabbild auf diesem 2.Laufwerk (2TB) erstellen konnte, aber dafür leider die meisten anderen Optionen auf der Registerkarte “Sichern und Wiederherstellen” nicht mehr funktionierten. Die Buttons/Links “Jetzt sichern”, “Speicherplatz verwalten”, “Einstellungen ändern” reagierten zwar optisch
normal auf Anklicken, blieben aber ansonsten inaktiv. Dieses Problem konnte ich trotz aller bekannten Tricks und auch tieferer Eingriffe ins System bis heute nicht beheben.
Dass dies durchaus kein Einzelfall ist, können Sie z.B. folgendem Blog entnehmen:
http://blog.tim-bormann.de

3. Ignorantes Win 7 Netzwerk
Eine weitere "Spezialität" von Windows 7!
Win 7 kommuniziert nämlich in Form eines sog.
"Heimnetzwerkes" am liebsten ausschließlich nur noch mit anderen Windows 7 (Heim-)Netzwerken.
Bereits bestehende Netzwerke mit
Win 98- oder XP-Rechnern werden zwar (manchmal) durchaus korrekt erkannt und (mit allerlei Tricks und etwas Glück) auch in der Netzwerkumgebung aufgelistet, allerdings besteht normalerweise dann weder ein voller Lese- noch Schreibzugriff.

Siehe dazu auch: http://www.drwindows.de/windows-sonstige/11369-gemeinsames-netzwerk-mit-xp-und-windows-7-a.html

Fazit:
Win 7 Rechner lassen sich (bisher) nicht ohne weiteres in bereits bestehende Netzwerke mit
anderen Betriebssystemen oder Protokollen integrieren.
Der Grund ist klar: Microsoft will die älteren Systeme konsequent abwracken indem es die User zwingt, nur noch Win 7 Rechner zu vernetzen!
Schlechte Karten auch für Nutzer des altbewährten
NetBEUI-Protokolls!
Grundsätzlich unterstützte schon Win XP das NetBEUI-Protokoll nicht mehr und somit tauchte es auch nicht mehr in der Liste der installierbaren Protokolle auf. Trotzdem waren die erforderlichen Dateien
Netnbf.inf und Nbf.sys noch auf der XP-Installations-CDROM enthalten. Nach manueller Installation stand das Protokoll dann zumindest unter XP wieder zur Verfügung. Das Prozedere läßt sich zwar auch auf Vista und Win 7 übertragen, führt aber dort trotz einiger, bescheidener "Teilerfolge" bisher zu keinem wirklich brauchbaren Ergebnis.

Mehr dazu: TIPPS &TRICKS 2/Punkt 9


Eine schnelle (wenn auch nur provisorische)
Abhilfe lässt sich jedoch völlig protokollunabhängig mit einem ganz einfachen Trick unter praktisch allen Betriebssystemen realisieren:
Man muß nämlich lediglich einen
USB-Flashstick größerer Kapazität (z.B. 16 oder 32 GB) oder auch gleich eine mobile USB-Festplatte mittels eines sog. KVM-Switchs zwischen den USB-Eingängen des Win 7 Rechners und eines beliebigen anderen Rechners im bestehenden Netzwerk umschaltbar machen. Da der Stick in allen Systemen als Wechsellaufwerk angezeigt wird, lassen sich so jederzeit ganz bequem auch größere Datenmengen aus einem bereits bestehenden Netzwerk in den Win 7 Rechner und natürlich umgekehrt übertragen.

(Stand: 24.Februar 2012)


Beispiel 12:
Autoradio schaltet sich von selbst aus
(und wieder an)
Seit 2011 bin ich stolzer Besitzer eines Alpine Autoradios CDA 117 Ri.
Das Gerät besticht durch seinen vollen Sound, seine wirklich brauchbare Leistung (4 x 50 Watt) und eine Unsumme an interessanten und sinnvollen Features,
auf welche ich hier jedoch nicht näher eingehen möchte.

Falls es Sie interessiert, können Sie aber Näheres dazu z.B. folgendem Testbericht entnehmen:
http://www.hifitest.de/test/1-din-autoradios/alpine-cda-117ri_1835.php#

Das Problem:
Eigentlich wäre das
CDA 117 Ri. mit Abstand auch mein bisher bestes Autoradio, wenn es immer korrekt funktionieren würde.
Abgesehen von der Funktion "
Autovolume" - die bisher weder ich noch sonst jemand wirklich zum Laufen bekam -
nervt von Zeit zu Zeit immer mal wieder einmal die folgende Macke:
Das Gerät schaltet sich manchmal (aber nicht immer!) ab einem bestimmten Lautstärkelevel oder auch grundsätzlich während des Motorstartes
nämlich einfach aus, um sich dann anschließend erneut zu starten.

Was (mir persönlich) beim Anlassen des Motors als einmaliger Effekt durch die dabei stark abfallende Batteriespannung durchaus noch akzeptabel erscheint,
nervt dagegen allerdings zuweilen recht unangenehm beim
manuellen Lauterstellen während der Fahrt. In der Regel tritt dieser Fehler (bei mir) erst ab Level 22+ auf,
bei vielen eingeschalteten Verbrauchen wie Licht, Gebläse und heizbarer Heckscheibe jedoch aber auch schon mal schon ab Level 18...19+.

Dieser Effekt ist lt. einschlägiger Foren keineswegs nur auf das CDA 117 Ri. beschränkt; auch verschiedene Geräte völlig anderer Marken haben diesen,
offensichtlich schon seit mindestens 2006...2008 bekannten (Konstruktions-?) Fehler.

Da der mehrmals per E-Mail konsultierte Alpine-Service mit der Erklärung des Phänomens offensichtlich überfordert war, hier mein vorläufiger Erklärungsversuch:
Normalerweise besitzen alle Autoradios eine Art "Netzteil", um den wechselnden Strom- und Spannungsbedarf des Radios bei verschiedenen Belastungen
(Verlustleistungen) an die jeweils aktuelle Bordspannung anzupassen.

Geräte äterer Generationen hatten damit auch keine Probleme, weil die Elektronik noch über keinen alles kontrollierenden Prozessor wie in modernen Geräten verfügte und weitgehend analog ausgelegt war. Hier stabilisierte meist ein einfacher, integrierter Spannungsregler oder eine sog."hochgelegte" Zenerdiode die Eingangsspannung vom Bordnetz, was allerdings logischerweise eine mindestens um 2-3 Volt höhere Eingangsspannung relativ zur benötigten Ausgangsspannung erforderte, um einen noch halbwegs ausreichenden Regelbereich zum stabilen Betrieb aller Schaltungen im Radio zu gewährleisten.
Da die damalige Elektronik intern zumeist noch auf viel niedrigere Betriebspannungen (6-9Volt) ausgelegt war, konnten die Geräte auch unter extremen Spannungsabfällen immer noch einwandfrei arbeiten.
Hatte solch ein älteres Gerät dann wirklich einmal zu wenig Spannung vom Bordnetz, gab es eben einfach weniger Leistung ab und die Skalenbeleuchtung wurde etwas dunkler.

Bei Geräten der aktuellen Generationen ist dagegen alles weitgehend digitalisiert. Die Aufgabe der Stabilisierung übernehmen normalerweise zwar ebenfalls integrierte Spannungsregler im Netzteil werden aber oftmals durch die CPU kontrolliert. Leider sind viele der nachfolgenden Schaltungen kritischer ausgelegt und würden mit 6...8 Volt vermutlich nicht mehr oder nur fehlerhaft funktionieren. Das liegt zum einen an den viel aufwändigeren Schaltungen und höheren Mindestbetriebsspannungen der Bauteile selbst, zum anderen allerdings auch an vom Prozessor kontrollierten Triggerpunkten etwa für eine protektive Sicherheitsabschaltung des gesamten Gerätes bei Überlastung der Endstufen, Kurzschlüssen der Lautsprecher oder sonstigen Betriebsfehlern.

Das heißt im Klartext:
Es werden intern mindestens ca. 10,5...11,6 Volt stabilisierte "harte" Betriebsspannung für die analogen Bauteile und nochmals 5 Volt für die digitalen Schaltkreise des Radios benötigt.
Steht
vor dem Netzteil genügend hohe Eingangsspannung durch eine voll geladene Batterie (ca. 12,6...12,8 Volt) und eine laufende Lichtmaschine (ca. 13,8...14,4 Volt) zur Verfügung,
ist der Regelbereich des Spannungsreglers im Radio ausreichend groß genug, um einen kontinuierlichen, störungsfreien Betrieb auch bei voller Lautstärke (ca. 200 Watt Verlustleistung!) und starken Audio-Pegelschwankungen (z.B. durch pulsierende Bässe) zu liefern.
Bei zu schwacher Batterie dagegen (Weniger als 12,4 Volt bei ausgeschaltetem Motor) oder zu vielen eingeschalteten Verbrauchern fällt die Eingangsspannung beim Aufdrehen des Radios über einen bestimmten Level (hier ca. 22...35) durch den zusätzlichen höheren Stromverbrauch im Gerät dann leider oftmals so weit ab, dass das Netzteil aufgrund der zu niedrigen
Eingangsspannung nicht mehr in der Lage ist, seine Ausgangsspannung so weit nach oben nachzuregeln wie erforderlich wäre, um das Gerät mit dieser Lautstärke und den vorliegenden Bedingungen weiter stabil zu betreiben.
Dadurch schaltet der interne Prozessor das Teil aus Sicherheitsgründen selbstständig ab. Gleiches passiert natürlich auch beim Vorglühen vor dem Start eines Dieselmotors und beim Starten des Motors selbst, da der Anlasser kurzzeitig über 200 Ampere aus der Starterbatterie zieht und deren nominale Spannung dann sogar bis auf ca. 10,2 Volt oder tiefer abfallen kann. Diese Spannung reicht natürlich als Eingangsspannung des Netzteil im Radio dann absolut nicht mehr aus.
Nach kurzer Zeit resettet sich der Prozessor und das Radio schaltet sich von selbst wieder ein. Besteht zu diesem Zeitpunkt der vorherige Spannungsmangel auch weiterhin, schaltet es sich erneut aus und der Resetprozess beginnt von vorne.
Dieser Vorgang wiederholt sich dann natürlich so lange, bis entweder die Eingangsspannung am Regler von selbst wieder ansteigt (z.B. durch eine inzwischen durch die Lichtmaschine nachgeladene Batterie) oder die Lautstärke des Radios zwischenzeitlich manuell genügend reduziert wurde.
Die Tatsache, dass verschiedene Radios sogar des gleichen Modelles in verschiedenen Fahrzeugen unterschiedlich kritisch reagieren, liegt sicherlich zum einen in der Dimensionierung der Fahrzeugverkabelung ( Zu dünne Plus- und Massekabel), zum anderen aber auch durchaus in herstellungsbedingten kritischen Streuungen der Bauteil- und Geräte-Daten, z.B. des integrierten Spannungsreglers im Netzteil des Gerätes. Schaltet sich das Gerät trotz ausreichend
dicker Plus- und Massekabel dennoch bei Volllast immer noch aus und sind weder Masseschlüsse der Lautsprecher (Zum Beispiel Kurzschluss durch eine beschädigte Kabelisolierung) noch eine zu schwache Batterie als Ursache zu ermitteln, liegt der Fehler zu 99 % vermutlich im Netzteil des Gerätes selbst.

Fazit:
Selbst das nachträgliche Verlegen stärkerer Kabelquerschnitte für Plus- und Masseleitung
bis direkt an die Batteriepole bringt dann außer einer leichten Verschiebung des Abschalttriggerpunktes in Richtung etwas höherer Lautstärke nicht wirklich eine umfassende Lösung des Problemes, denn mehr als 12,4..12,6 Volt Ruhespannung und 13.6...14,5 Volt Betriebsspannung bei laufendem Motor und intakter Batterie gibt nun mal grundsätzlich kein 12-Volt Bordnetz her. Hier könnte dann nur ein gezielter und konsequenter Austausch der kritischen Baugruppen oder Bauteile gegen qualitativ bessere Ausführungen effiziente Abhilfe schaffen.
Leider ist in den heutigen, hochintegrierten Geräten der Austausch von einzelnen internen Bauteilen, wie etwa einem Spannungsregler-IC oder manuelle Nachkalibration der CPU-Triggerschwellen entweder gar nicht oder nur mit entsprechenden Fachkenntnissen, Spezialwerkzeugen sowie spezieller Hardware- und Software-Ausrüstung möglich.
Außerdem benötigt man dann u.U. auch noch offizielle Schaltpläne einschließlich Serviceanleitungen, welche vom Hersteller ausschließlich nur Vertragswerkstätten zugänglich gemacht werden und damit für Privatpersonen im allgemeinen nicht verfügbar sind.
Wer genügend elektronische Grundkenntnisse besitzt um es dennoch mal in eigener Regie zu versuchen sollte auf jeden Fall wissen, dass es für fast alle austauschbaren diskreten und digitalen Bauteile im Handel grundsätzlich mehrere Qualitätskathegorien gibt, die natürlich dann auch einen entsprechend großen Einfluss auf deren Verkaufspreise haben.
Alle Bauteile werden schon vom Hersteller nach bestimmten Vorgaben bezüglich der Streuung ihrer Daten im realen Funktions- und Betriebstemperaturbereich geprüft, selektiert und für den Handel mittels Aufdruckcodes auf dem Bauteil selbst sowie auch in den zugehörigen Datenblättern entsprechend verbindlich spezifiziert und gekennzeichnet.
Die billigsten Bauteile mit den größten Streuungen und Abweichungen von den den vorgegebenen Sollwerten mit oft nur mangelhafter Haltbarkeit und Stabilität sind so u.U.schon für wenige Cent pro Stück zu haben. Sie werden dann oft in Form von Sortimenten angeboten. In höchster Qualität dagegen (etwa für medizinische, industrielle und militärsche Anwendungen) kann ein Einzelstück dagegen locker das 20-50fache und auch mehr kosten. Natürlich bewegen sich die Hersteller "normaler" Unterhaltungselektronik wie unser Radio bei der Wahl ihrer Bauteile überwiegend im unteren bis mittleren Qualitäts- und Preissegment, um den Spagat zwischen möglichst niedrigen Herstellungskosten und fehlerfreier Funktion innerhalb des gesetzlichen Garantiezeitfensters zu gewährleisten.

Was also tun?
Vom vorschnellen und unbedachten Austausch des gesamten Gerätes gegen ein baugleiches Ersatzmodell innerhalb der Garantiezeit rate ich in diesem Falle zunächst einmal ab, da es vermutlich bei allen Herstellern und Marken ganze Serien solcher Geräte mit kritisch bestückten Netzteilen gibt und man sich vorher ohnehin niemals sicher sein kann, ob man bei einem Austausch nun auch wirklich ein besseres Gerät ohne diesen Fehler erhält. Genausogut kann das Gerät nämlich auch schlechter sein oder einen ganz anderen Fehler haben. Der (vom Herstellerservice oft vorgeschlagene) Testlauf der Geräte an der Verkaufswand des Händlers bringt hier ebenfalls keine brauchbaren Erkenntnisse, da diese ja aus der Steckdose gespeist wird und so immer eine garantiert ausreichend hohe, stabile Betriebsspannung zur Verfügung steht. Damit lässt sich dann bestenfalls ein kompletter Ausfall des Gerätenetzteiles oder der Enstufen diagnostizieren.

Gehen Sie am besten so vor:
1..Jeder sollte zunächst einmal alle Steckverbindungen und Leitungen auf Kurzschlüsse oder Unterbrechungen (Wackelkontakte) prüfen.
Bitte entfernen Sie (zumindest vorübergehend) auch
alle in den Plus- und Minus-Leitungen zwischengeschaltete Entstördrosseln, da diese oftmals noch für die viel niedrigeren Ströme älterer Geräte dimensioniert sind und damit einen zusätzlichen Spannungsabfall bei höherer Leistung verursachen können. Aktuelle Geräte besitzen eine sehr gute eingebaute Störsignalaustastung, so dass zusätzliche Entstördrosseln zumeist überflüssig sind. Prüfen Sie auch zwischengeschaltete Sicherungen und Sicherungshalter. Ersetzen Sie sie gegebenenfalls durch neue Teile.

2..Dann die Lautsprecherleitungen stromlos (bei gezogenem Stecker ohne angeschlossenes Radio) prüfen ob sie keinen Kurzschluss gegen Masse aufweisen.
Dazu alle Leitungen einzeln mit einem digitalen Ohmmeter gegen Masse messen. Der Widerstand sollte nicht messbar sein, bzw. sich im Megaohmbereich bewegen.
Dann die Lautsprecher einzeln prüfen. Sie sollten zwischen 4..8 Ohm aufweisen.

3...für eine wirklich vollgeladene Batterie sorgen. Die Ruhespannung sollte bei stehendem Motor und möglichst ohne Verbraucher zwischen 12,4 und 12,8 Volt betragen
Bei laufendem Motor sollte sie zwischen 13,4 und 14,6 liegen. Werden dies Werte deutlich unterschritten,
Generator, Keilriemen und Spannungsregler des Generators prüfen, gegebenenfalls ersetzen.

4...Die Verkabelung optimieren.
Ich empfehle, nur für das Radio jeweils ein eigenes Plus-
und Massekabel mit einem Querschnitt von min. 2,5-4,0 Quadratmillimeter bis direkt an die Batteriepole zu verlegen.
Das Massekabel kann aber auch mit einer Schraube direkt innen an metallische Teile der Fahrzeugkarosserie gelegt werden.
Vergessen Sie bitte nicht auch eine ausreichend dimensionierte
Sicherung (20A) im Pluskabel einzubauen.

Tritt der Fehler danach immer noch auf, ist das Gerät definitiv defekt.
In diesem Falle kommt man dann um einen Austausch leider wohl nicht mehr herum.

Links:

http://www.dreamcarisma.de/community/viewtopic.php?t=10127

http://www.opel-problemforum.de/f6-corsa-tigra/t153093-radio-schaltet-sich-ab.html

http://www.autoextrem.de/showthread,t-117480.htm

http://www.grande-punto.de/t34392-alpine-radio-geht-immer-aus.html

http://www.alpine.de/p/Products/cd-head-units19/cda-117ri

http://www.wer-weiss-was.de/theme127/article4207950.html

http://www.motor-talk.de/forum/radio-schaltet-sich-ab-t2344986.html

http://www.hifitest.de/test/1-din-autoradios/alpine-cda-117ri_1835.php#

(Stand: 16.Mai 2012)


Meine Meinung:

Auch die Beispiele auf dieser Seite zeigen deutlich den schon auf Seite 1 und Seite 2
ausführlich beschriebenen Trend.....Und es wird auch in Zukunft sicherlich
nicht besser werden!

XP war gestern...Statt Longhorn kam VISTA und schließlich Win 7!
Leider hat sich diese inflationäre Tendenz des "Verfallsdatums" von Betriebssystemen mittlerweile verschärft,
da die meiste Software einschließlich der fürs Surfen wichtigen Internet-Browser in den aktuellen Versionen
nur noch von Betriebssystemen
ab Win XP aufwärts unterstützt werden.
Auch die Webseiten selbst zwingen dem User mittlerweile immer neuere Flash- Java-, und Readerversionen auf.

Sicherheitstechnisch bedenkliche Module auf Aktive-X- und Javascriptbasis wurden zur Regel.
Die dadurch erzielten Gewinne an Funktionalität und Performance moderner Webseiten erfordern einerseits immer neue Browser,
die damit zugleich verbundene, erhöhte Angreifbarkeit der Systeme dagegen andererseits ständige,
zusätzliche Sicherheitsupdates sowie neue, externe Sicherheitsprogramme,
die aber aktuell fast ausnahmslos nur noch auf
XP / VISTA / und Win7 Plattformen laufen
und normalerweise auch
nur noch dort installiert werden können.
Ein weiterer Sargnagel für ältere Systeme!
(Stand 18.03.2010)

Ausnahmen bestätigen die Regel:

 

UPDATE 2012:
Sollbruchstellen und eingebautes Verfallsdatum

Nicht nur Software und reine IT-Produkte sind vom Abwrackzwang betroffen!
Er betrifft streng genommen alle käuflichen Produkte von der Haarbürste bis zum Automobil.
In der Regel halten heutige Produkte allerhöchstens noch 2-3 Jahre.
Das entspricht ziemlich genau dem Ablauf der zugehörigen Garantiefristen.

Daher stellt sich ernsthaft die Frage: Gibt es womöglich sogar ein eingebautes Verfallsdatum?
Warum gehen viele Elektrogeräte ausgerechnet kurz nach Ablauf der Garantie kaputt?
Stern TV hat den Test gemacht:

In der SternTV Sendung vom 09.05.2012 wurden z.B. defekte Drucker und TFT-Monitore deren Reparatur im Service sich angeblich nicht mehr lohnen würde
vor den Augen der Zuschauer in wenigen Minuten wieder betriebsbereit gemacht. Auch hier führten winzige Ursachen (z.B. zu klein dimensionierte Elkos in den Monitoren oder ein vermutlich in der Firmware von Druckern integrierter Blackout-Timer) zum Totalausfall der Geräte. Das hat natürlich System und soll die Kunden zum Kauf von Neugeräten zwingen.


Mehr darüber hier:
http://www.stern.de/tv/sterntv/grosser-stern-tv-test-haben-elektrogeraete-ein-eingebautes-verfallsdatum-1824016.html


In der Sendung wurde unter anderem das interessante Portal www.murks-nein-danke.de des Berliner Diplom-Betriebswirtes (FH)
Stefan Schridde vorgestellt, das sich ausschließlich mit dem Sammeln und Veröffentlichen der Namen von Geräten und Herstellern
von Produkten mit solch standardmäßig eingebauten"
Sollbruchstellen" zum Nachteil des Kunden beschäftigt.
Motto des Portals:
Zahllose Produkte gehen kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Dieser Murks muss aufhören! Wir fordern nachhaltige Produktverantwortung der Hersteller!
Wir machen hier gemeinsam Murks für alle sichtbar. Dazu brauchen wir viele Meldungen.
Melde jetzt Deine Murkserlebnisse!

Murks melden:
Melde Murks, damit andere davon erfahren!

(Stand 10.05.2012)

 

DER TECHNODOCTOR


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